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Publikationen:
 
`Wenn ich an Deutschland denke` - Teil I - Ein Erfahrungs- und Zustandsbericht -. Buch, mit 230 Seiten, zu 19.90€.
 
`Wenn ich an Deutschland denke`-Teil II - oder - Das andere Leben des Günther Kiefer. Buch, mit 107 Seiten, zu 19.90€.
 
`Wenn ich an Deutschland denke` - Teil III - Reflexe der Deutschen (Judikative, Legislative, Exekutive). Buch, mit 142 Seiten, zu 19.90€
 
 
Auszüge Publikationen:

Drittes Kapitel

 

Ich ging und fuhr (Straßenbahn & Bus, das erste Mal im Westen), schaute, analysierte und `bewarb` mich (oder was ich dafürhielt). Anfang der 70er war dieses spezielle Glück, einen Job zu finden, keine große Sache. Alle Arbeitgeber suchten und nahmen (fast) jeden. Also auch mich.

 

Und so hatte ich `Glück` und einen Kloß im Hals. Ich landete in einer Kaffeebude (bekannter Kaffeeröster) am Fließband, für 5,08 DM/h.

 

Ich erzählte damals der `Personalmaus` im Personalbüro fast alles, brühwarm und ehrlich (auch das, was sie nicht wissen wollte, weil ich dachte, sie wisse eh alles von mir oder würde es herausbekommen und wenn, ja wenn, würde ich den Job nicht kriegen). Die `Überwachungsstaats-Psychose` hatte bei mir deutliche Spuren hinterlassen.

 

Sie lächelte (ihr – Hallo, du armer Sack - Lächeln), was ich damals (noch) nicht deuten konnte und `gab` mir die `Personalchefin`, was sie bei mir `Bewerbungsbündel` sehr leicht konnte. Sie stellte mich (gönnerhaft) ein und ich unterschrieb alles, ohne nachzulesen, ohne nachzudenken, ohne Ahnung, aber mit Angst und Zuversicht vor dem Unbekannten (Keiner gab mehr was vor, keiner wies mehr auf irgendwas hin und schon gar nicht auf die `Schlaglöcher`. Und Arbeitsrechtsanwälte waren mir damals gänzlich unbekannt).

 

Die damals für mich tollen Büroräume, der `Auftritt` der `Personalmaus` (Rauschgoldengel, Schickes Kostüm, mit deutlichem Ausschnitt) und ihr Parfüm (ich kannte keines, außer dem falschen `DDR Kölnisch Wasser`, das wie Kernseife roch), hinterließen bei mir einen tiefen, mich irritierenden und nachhaltigen Eindruck.

 

Ich dachte, diese Frau müsse im Paradies leben - gutaussehend, gut angezogen, gut riechend - und reich sein (reich war damals für mich jeder in Kostüm und/oder Anzug und mit Auto). Ich bekam meine Arbeitskleidung (natürlich kaffeebraun), meinen Arbeitsausweis und wurde in die Produktionshalle geführt (was ich gut fand, weil ich mich allein nicht hingetraut hätte) und der Vorarbeiterin vorgestellt. Sie war eine `Liebe`, schaute mich genauso an und behandelte mich auch so. Ich dachte – Glück gehabt – (hatte ich in meinem Leben immer). Ich wurde ein- und angewiesen und verpackte von nun an Kaffeegläser in Kartons. 8 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche, für 5,08 DM/h. Und ich schaute mich um.

 

Ich `lauerte` auf die von mir verhassten Regeln. Ich war wiederholt erschrocken darüber, wie es ein System geschafft hatte, mich so zu beeinflussen, mich gar ein Stück weit zu prägen. Ich wusste aber auch, dass ich davon wegmuss. So schnell es geht. Ich dachte immer wieder, sei doch froh, dass du diese `Scheiße` endlich hinter dir hast und sieh dich um und freu dich.

 

Ich sah relativ fröhlich arbeitende Menschen um mich herum, die sich eilig (im Akkord) bemühten das Richtige zu tun, ohne dabei ihren Humor und die Nerven zu verlieren (dachte ich damals). Es gab aber auch raue, verletzende und hierarchisch genau abgestufte Töne. Und es gab eine Kantine mit `richtigem Essen` und einen Personaleinkauf der Firmenprodukte günstig anbot.

 

Da gab es Schokolade, die nach Schokolade roch & schmeckte und nicht nach Sand. Joghurt, den ich zum ersten Mal in meinem Leben aß und lieben lernte. Bier, das auch wirklich nach ..... weiter im Buch ....

 

`Wenn ich an Deutschland denke` - Teil I - Ein Erfahrungs- und Zustandsbericht -. Buch, mit 230 Seiten, zu 19.90€.