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Guten Tag,

„Garbage in, garbage out“, lautet eine der eisernen Regeln der Informatik. Wer einen selbstlernenden Algorithmus mit Müll füttert, bekommt auch Müll heraus. So lässt sich erklären, worüber immer wieder hitzige Diskussionen ausbrechen: KI-Systeme zur Verbrechensbekämpfung stellen Menschen mit Migrationshintergrund unter Generalverdacht, Recruiting-Tools bevorzugen Männer und Gesichtserkennungssoftware verwechselt dunkelhäutige Menschen mit Affen. Die Gründe dafür sind bekannt. Verzerrte oder unvollständige Datensätze, zu homogene Programmierer-Teams und zu wenig Verantwortungsbewusstsein für die gesellschaftlichen Auswirkungen künstlicher Intelligenz. Immer und immer wieder werden diese Probleme bei Tech-Konferenzen diskutiert und doch tut sich bislang wenig, um sie zu beheben.

Das soll sich nun ändern. Die EU hat Anfang der Woche ein Regelwerk für KI verabschiedet. KI-Projekte sollten grundsätzlich transparent sein, von Menschen überwacht werden und sich an Standards für den Schutz der Privatsphäre halten, sagte EU-Digitalkommissar Andrus Ansip am Montag in Brüssel. Auch in den USA wird ein Gesetzentwurf diskutiert, der große Unternehmen dazu verpflichten soll, ihre Machine-Learning-Systeme auf Voreingenommenheit zu prüfen. Die Gesetzgeber versuchen damit durchzusetzen, woran die Unternehmen mit ihren freiwilligen Initiativen offenbar scheitern. Googles externer Ethikrat hat sich bereits nach einer Woche aufgelöst, nachdem Google-Mitarbeiter*innen, KI-Expert*innen und Aktivist*innen dagegen protestiert hatten, dass auch eine Ultrakonservative und ein Drohnenhersteller mit am Tisch sitzen sollten.

Die Unternehmen brauchen aber offenbar externe Aufpasser*innen, die darauf achten, dass sie ihre KI-Systeme nicht mit Müll füttern. Solange das auf freiwilliger Basis nicht funktioniert, braucht es wohl entsprechende Gesetze.

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt: Wir freuen uns auf Feedback!

 


Eure Miriam