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join-ada.com ADA NEWS - Briefe aus der Zukunft - Heute das Morgen ver-stehen - Die Verwanzungsepidemie

 

 

 

 
 

Lieber Günther,

die Vorstellung, dass Fremde unerlaubt in die eigenen vier Wände eindringen, finden die meisten Menschen naturgemäß ziemlich beängstigend. Wie wunderbar, dass auch bei diesem Problem die Techkonzerne mit einer verlockenden Lösung aufwarten. 

Seit geraumer Zeit bieten zum Beispiel Google oder Amazon unter ihren Produktreihen Nest beziehungsweise Ring diverse Überwachungskameras und Türklingeln für den vergleichsweise kleinen Geldbeutel. Und diese Smart-Surveillance-Produkte treffen offensichtlich einen Nerv, die Umsätze sollen sich in diesem Jahr weltweit verdoppeln. 

Die Produkte sind so beliebt, dass Fachleute schon ein neues Wort kreiert haben für den Trend, das eigene Heim jederzeit Fort-Knox-mäßig überwachen zu lassen: Sie nennen es "Bugging Epidemic" (Verwanzungsepidemie). 

Doch leider ist nun mal kaum etwas so mächtig wie die menschliche Neugier. Und so verwundert es kaum, was wir in dieser Woche beim US-Portal "Vice" lesen durften: Amazon musste in einem Brief an US-Senator*innen eingestehen, Mitarbeiter*innen gekündigt zu haben, weil sie Videos aus privaten Ring-Überwachungskameras geschaut hatten. Man kann sich denken, dass die Dunkelziffer wesentlich höher liegen dürfte.

Solche Fälle werden sich künftig im Zuge der weltweit grassierenden Verwanzungsepidemie noch häufig wiederholen. Das Bedürfnis nach einem sicheren Zuhause ist nun mal größer als die Angst vor unerwünschter Transparenz.

Doch so verständlich das auch sein mag, kann es nie schaden, sich eine Tatsache bewusst zu machen: Wer nach Sicherheit strebt, muss auf Freiheit zwangsläufig verzichten.

 
 

 

 
 

 

 
 

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Eure Miriam