Kontakt

Rufen Sie uns einfach an:

 

+49 6128 609156 o. 57

 

oder senden Sie uns eine E-Mail:

 

guentherkiefer@kiefergroup.de

Amt für “nationale Sicherheit” – Für die Stasi verantwortliche SED-Funktio-näre Egon Krenz (2. v. l.) und Wolfgang Herger beim Runden Tisch am 22. Januar 1990 (3)

 

Rettungsversuche der SED-Führung

Tatsächlich tat die neue DDR-Führung unter Egon Krenz und Hans Modrow alles, um den Stasi-Apparat zu erhalten. Das in der Bevölkerung diskreditierte Ministerium für Staatssicherheit wurde deshalb bereits am 17. November 1989 in Amt für Nationale Sicherheit (AfNS) umbenannt. Leiter wurde der weitgehend unbekannte Generaloberst Wolfgang Schwanitz, der unter Mielke zuletzt für operative Sicherstellung und Technik verantwortlich gewesen war. Die Regierung kündigte zudem an, die Zahl der Mitarbeiter deutlich zu reduzieren – wobei dies vor allem dadurch erfolgen sollte, dass bestimmte Aufgaben in andere Institutionen verlagert werden sollten.

Die umbenannte Stasi machte sich nun vor allem daran, die Spuren ihrer Tätigkeit zu verwischen. Auf zentrale Anweisung wurden systematisch belastende Akten beseitigt. Die über 200 Kreisdienststellen galten dabei als besonders vordringlich, da sie immer häufiger Ziel lokaler Demonstrationen wurden. Wie groß der Druck auf die Stasi damals war, zeigt eine Äußerung Schwanitz‘, der kurz nach seiner Berufung seinen Mitarbeitern einschärfte: „Was das Vernichten anbetrifft, Genossen, macht das wirklich sehr klug und sehr unauffällig. Wir werden stark kontrolliert.“

weiter unter https://hubertus-knabe.de/der-sturm-auf-die-stasi-zentrale/