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Strafverfahren eingestellt – Leichen polnischer Offiziere, die 1940 auf Stalins Befehl bei Katyn ermordet worden waren -.

Unter Stalin wurde der Terror zum zentralen Prinzip der Politik – und zwar nicht nur im Inneren. Im Bündnis mit Hitler fiel die Sowjetunion im September 1939 in Ostpolen ein, wo sie schwerste Kriegsverbrechen beging. Allein beim Massaker von Katyn wurden mehr als 4000 Kriegsgefangene erschossen. In weiteren Mordaktionen wurden Tausende Reserveoffiziere, Polizisten und Intellektuelle liquidiert; über 300.000 polnische Staatsbürger wurden deportiert. Nicht viel anders verlief die Angliederung des Baltikums und Bessarabiens.

 

Auch für diese Gräueltaten wurde kein einziger Beteiligter zur Verantwortung gezogen. Bis 1990 behauptete der Kreml vielmehr, dass deutsche Besatzungstruppen die Massaker bei Katyn begangen hätten. Erst unter Michail Gorbatschow drückte die Sowjetunion ihr Bedauern über die „Tragödie“ aus. Ein Strafverfahren, das die Staatsanwaltschaft der Region Charkiw gegen mehrere NKWD-Offiziere einleitete und das die Moskauer Militärstaatsanwaltschaft an sich zog, wurde nach vierzehn Jahre eingestellt. Der schwer belastete Leiter der Abteilung für Kriegsgefangene, Pjotr Soprunenko, starb 1992 unbehelligt in Moskau.

 

Im Juni 2020 macht Wladimir Putin Polen sogar mitverantwortlich für sein Schicksal, weil es sich 1938 an der Aufteilung der Tschechoslowakei beteiligt hätte. In einem Aufsatz schrieb er unter anderem: „Die darauffolgende Tragödie Polens liegt voll und ganz auf dem Gewissen der damaligen polnischen Führung.“ Über die Annexion des Baltikums behauptete er, dass diese „auf vertraglicher Basis, mit Zustimmung der gewählten Behörden“ erfolgt wäre.

 

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